14.03.2021
Felix Locke einstimmig Nominiert

Felix Locke will in den Bundestag

Ohne Gegenstimme wählten die Mitglieder den stellvertretenden Generalsekretär der Freien Wähler Bayern zum Direktkandidaten für den Bundestagswahlkreis Roth, zu dem das Nürnberger Land gehört. Locke, der in seiner Vorstellungsrede bereits Themenschwerpunkte setzte und sich klar für mehr Transparenz in den Bundespolitik aussprach, freut sich nun auf eine konstruktive Wahlbewerbungsphase.

Röthenbach – Einstimmig wurde der Laufer Felix Locke von den Freien Wählern als Kandidat zur Wahl für den Bundestag nominiert. Der 33-jährige Vater zweier Kinder engagiert sich als Stadtrat, Ortsvorsitzender in Lauf an der Pegnitz und überregional als stellvertretender Generalsekretär der Freien Wähler Bayern. Mit der Unterstützung durch zwei der größten Kreisvereinigungen möchte sich Locke über die Direktkandidatur hinaus noch als Spitzenkandidat für Mittelfranken als Listenkandidat bewerben.

Locke sieht sich dabei als Lobbyist für ALLE Bürgerinnen und Bürger und nicht als Interessenvertreter von Konzernen. „Wir FREIE WÄHLER fordern seit langem ein Lobbyregister für mehr Transparenz.“ Es ärgere ihn zutiefst, dass die CSU-Bundestagsfraktion so zögerlich gegen Mitglieder vorgehe, die sich in Notzeiten bereicherten. „Eben jene Fraktion stand nur zu gerne und lange auf der Bremse, wenn es um Transparenz ging und keine wichtige Wahl anstand.“

Auch im Pandemiemanagement sieht Locke Raum für Verbesserungen. „Ich werbe für ein Deutschland für ALLE. Für ein nachhaltiges Deutschland aufbauend auf den Säulen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kultur.“ Besonders letzteres sei in den vergangenen Monaten deutlich zu kurz gekommen. Auch das Thema Rente käme derzeit in der öffentlichen Diskussion zu wenig vor – dabei, so Locke, betreffe es früher oder später jeden von uns. Altersarmut möchte er bekämpfen durch die Erweiterung des Drei-Säulen-Modells, bestehend aus staatlicher, betrieblicher und privater Rente, um die Säule Wohneigentum. Wer im Alter keine Miete bezahlen müsse, sei wesentlich weniger von Altersarmut betroffen. „Wir leben in sich immer schneller ändernden Zeiten. Firmen mit hohem Automatisierungsgrad müssen sich fragen, ob sie in einer Welt der Gewinnoptimierung Zukunft haben oder Teil einer Gesellschaft seien möchten, in der sie als starke Zugpferde ihren Teil der Verantwortung übernehmen und sich durch eine Automatisierungs-Gutschrift auf Dividendenzahlungen in die Rentenkasse beteiligen.“ Die Energie- und Mobilitätswende möchte der Bundesvorsitzende der Jungen Freien Wähler ergebnisoffen und ohne Verbote für Gesellschaft und Forschung angehen. „Es bringt nichts, wenn die fachfremde Bundespolitik über Daumenschrauben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorgebe, wie unsere Zukunft auszusehen hat.“ Als Alternative zur Elektromobilität sieht er deshalb auch die Wasserstofftechnologie.

Die „Herzkammer“ der FW-Politik möchte Locke weiter als Grundlage seiner Entscheidungen als Bundestagsabgeordneter heranziehen: „Die Kommunen als die den Bürgerinnen und Bürgern nahestehendste Ebene der Politik bekommt direkt die Auswirkungen von Entscheidungen in Berlin mit. Hier weiß man besser, was Sinn macht und was man besser überdenken sollte."